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Fördermittel barrierefreies Wohnen im Alter in Deutschland entdecken

Barrierefreies Wohnen wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger. Die eigenen vier Wände sollen sicher, komfortabel und selbstbestimmt bleiben, auch wenn körperliche Einschränkungen zunehmen. Doch Umbauten für Barrierefreiheit können teuer sein. Zum Glück gibt es in Deutschland verschiedene Fördermittel, die den finanziellen Aufwand reduzieren. Wer diese Förderungen kennt und geschickt kombiniert, kann oft Zuschüsse zu den Kosten erhalten und sein Wohnumfeld altersgerecht gestalten.



Nahaufnahme eines barrierefreien Badezimmers mit bodengleicher Dusche und Haltegriffen
Sturzprävention im häuslichen Umfeld: Das Bad als zentraler Beratungsbereich.


Fördermittel der Pflegekasse für Wohnraumanpassungen


Die Pflegekasse unterstützt Menschen mit Pflegegrad bei der Anpassung ihrer Wohnung. Nach § 40 SGB XI können bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme beantragt werden. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme die Pflege erleichtert, ermöglicht oder die Selbstständigkeit erhält.


Geförderte Maßnahmen, Beispiele:


  • Türverbreiterungen für Rollstuhlnutzer

  • Einbau eines bodengleichen Duschbereichs

  • Treppenlifte

  • Feste Rampen

  • Haltegriffe im Bad und WC

  • Badumbau

  • Schwellenabbau

  • Elektrische Rolläden

  • Elektrisch absenkbare Küchenschränke

  • Fest montierter Duschsitz

  • Heraufsetzen WC Sitz (Baulich)

  • Handläufe im Wohnbereich



Wichtige Voraussetzungen


  • Pflegegrad 1 bis 5 muss vorliegen

  • Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden

  • Kostenvoranschlag direkt mit Antrag versenden

  • Die Maßnahme muss die Pflege erleichtern, ermöglichen oder die Selbstständigkeit fördern


TIPP: Es gilt: Erst Bewilligung abwarten, dann einbauen!




Besonderheiten bei mehreren Personen im Haushalt


Bis zu vier Personen können jeweils bis zu 4.180 Euro erhalten, falls eine Pflege-WG gegründet wird. Das bedeutet, ein Haushalt kann bis zu 16.720 Euro für barrierefreie Umbauten nutzen. Zusätzlich gibt es eine Anschubfinanzierung für die Gründung von Wohngruppen mit bis zu 10.452 Euro. In der WG können zwar mehr als vier Pflegebedürfitge wohnen, die Eurobeträge der Zuschüsse sind jedoch mit diesen Sätzen limitiert und werden dann auf die Bewohner aufgeteilt.

Diese Förderungen sind besonders interessant für Pflegebedürftige die Wohngemeinschaftengründen und die gemeinsam barrierefrei wohnen möchten.



TIPP: Für Pflegebedürftige in Wohngruppen gibt es außerdem einen Zuschlag von 224 Euro pro Person. Hier hat der Gesetzgeber aktuell einiges vor. Es bleibt spannend. Wir halten Sie informiert.






Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für barrierefreie Umbauten an. Das Programm 455-B richtet sich an Bestandsgebäude und fördert Einzelmaßnahmen sowie Komplettmaßnahmen.


Förderfähige Maßnahmen


  • Badezimmeranpassungen

  • Türverbreiterungen

  • Treppenlifte

  • Rampen und Aufzüge

  • Wohnraumanpassungen für Rollstuhlnutzer


Förderhöhe und Antragstellung


Der Zuschuss kann bis zu 6.250 Euro betragen. Wichtig ist, dass der Antrag vor Baubeginn gestellt wird. Die KfW-Förderung lässt sich gut mit der Pflegekassenförderung kombinieren, um die Kosten weiter zu senken. Halten Sie beide Institutionen jedoch gleichermaßen informiert.




 NRW.BANK -- Wohnraumförderung NRW


Die NRW.BANK bietet das Förderprogramm "Modernisierung" -- für altersgerechten und barrierefreien Umbau:

·       Zinsgünstige Darlehen

·       Für Eigentümer und Mieter (mit Vermietereinwilligung)


Kontakt und aktuelle Infos: nrwbank.de



Städtische Förderprogramme -- Düsseldorf und NRW


Viele Städte in NRW haben eigene Förderprogramme für barrierefreie Umbauten, oft kombiniert mit KfW:


·       Düsseldorf: Wohnraumförderungsprogramm der Stadt -- Beratung beim Amt für Wohnungswesen


·       Köln, Dortmund, Essen: eigene Stadtprogramme -- bei der jeweiligen Wohnungsbauförderung anfragen



So gehen Sie vor (immer Kostenvoranschläge mitsenden)


1.     Pflegegrad vorhanden? → Antrag bei Pflegekasse stellen (vor Baubeginn!)

2.     Eigenheim oder Mietwohnung? → Bei Mietwohnung: Vermietereinwilligung einholen

3.     KfW-Antrag stellen → über Hausbank, vor Baubeginn

4.     NRW.BANK prüfen → für größere Umbaumaßnahmen

5.     Beratung bei der Stadt terminieren

6.     Alle Förderungen kombinieren → Pflegekasse + KfW + städtisches Programm sind kombinierbar- immer alle gegenseitig informiert halten




Weitere Fördermittel barrierefreies Wohnen und Tipps


Neben der Pflegekasse und der KfW gibt es weitere Wege, Fördermittel barrierefreies Wohnen und Umbauten zu finanzieren:


  • Landesförderprogramme: Viele Bundesländer bieten eigene Zuschüsse oder Darlehen für barrierefreies Wohnen an. Die Bedingungen und Förderhöhen variieren.

  • Kommunale Förderungen: Einige Städte und Gemeinden unterstützen barrierefreie Umbauten mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten.

  • Steuerliche Vorteile: Handwerkerleistungen für Renovierungen, die der Barrierefreiheit dienen, können steuerlich geltend gemacht werden.

  • Sozialämter: In bestimmten Fällen übernehmen Sozialämter Kosten für notwendige Umbauten, wenn andere Förderungen nicht ausreichen.


Praktische Tipps für die Antragstellung


  • Informieren Sie sich frühzeitig über alle Fördermöglichkeiten.

  • Stellen Sie alle Anträge vor Beginn der Umbauten.

  • Bedenken Sie Wartezeiten bei Dienstleistern

  • Holen Sie mehrere Kostenvoranschläge ein, um die Förderhöhe optimal auszuschöpfen.

  • Nutzen Sie Beratung durch Pflegeberater oder spezialisierte Dienstleister.



Steuerliche Absetzbarkeit


Kosten für behinderungs- oder pflegebedingte Umbauten können als außergewöhnliche Belastung (§ 33 EStG) von der Steuer abgesetzt werden -- soweit sie nicht durch Förderungen gedeckt sind. Steuerberater fragen.



Typische Maßnahmen


Maßnahme

Typische Kosten

Förderung Pflegekasse

KfW-Zuschuss

Haltegriffe Bad/WC

200-600 €

Ja (bis 4.180 €)

Ja

Bodengleiche Dusche

3.000-8.000 €

Ja (bis 4.180 €)

Ja

Türverbreiterung

500-2.000 €

Ja

Ja

Treppenlift

5.000-15.000 €

Ja (Teilförderung)

Ja

Rampe statt Treppe

500-3.000 €

Ja

Ja


Warum barrierefreies Wohnen so wichtig ist


Barrierefreiheit im eigenen Zuhause bedeutet mehr als nur Komfort. Sie ermöglicht es älteren Menschen, länger selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben und reduziert das Risiko von Unfällen und hochgradiger Pflegebedürftigkeit. Treppenlifte, bodengleiche Duschen oder Haltegriffe schaffen Sicherheit und erleichtern die Pflege. Mit den richtigen Fördermitteln wird der Traum vom altersgerechten Wohnen möglich. Zuhause.



FAQ


Muss ich einen Pflegegrad haben um Förderung von der Pflegekasse zu bekommen?

Ja. Ohne Pflegegrad keine Förderung durch die Pflegekasse. Aber: Der Antrag auf Pflegegrad kann parallel gestellt werden.


Kann ich den Umbau starten, ohne eine Bewilligung der Pflegekasse vorliegen zuhaben?

Bitte nicht. Ohne Bewilligung erhalten Sie keinen Zuschuss der Pflegekasse.


Kann ich auch als Mieter Förderung bekommen?

Ja -- von der Pflegekasse und KfW auch für Mietwohnungen. Sie benötigen die Einwilligung des Vermieters.


Kann ich mehrere Förderwege gleichzeitig nutzen?

Ja. Pflegekasse (§ 40), KfW und städtische Programme sind kombinierbar. Reihenfolge: Zuerst Pflegekasse, dann KfW.


Was wenn die Pflegekasse den Antrag ablehnt?

Widerspruch einlegen. SalusMAX unterstützt bei Widersprüchen.


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SalusMAX -- Pflegeberatung in Düsseldorf


Wir helfen bei der Antragstellung für Wohnraumanpassung und bringen Sie mit Anbietern zusammen.


Persönlich in Düsseldorf | Digital für ganz NRW


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Quellen



 
 
 

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